Orthokeratologie: die Nachtkontaktlinse zum Tagessehen.

Nachts mit Kontaktlinse ruhig schlafen und tags ohne Kontaktlinse optimal sehen.

Nachtlinsen korrigieren geringe bis mittlere Kurzsichtigkeiten und Hornhautverkrümmungen, während sie nachts im Schlaf getragen werden. Die Behebung der Fehlsichtigkeit wird dadurch erreicht, indem die Nachtlinse eine kontrollierte Umformung der Hornhautkrümmung bewirkt.

Ist die Nachtlinse fachmännisch angepasst und regelmäßig aufgesetzt, wird ein optimal stabiles Sehen für den ganzen folgenden Tag erreicht.

Diese Umformung kann jederzeit komplett rückgängig gemacht werden, indem die Nachtlinse einige Tage nicht angewendet wird.

Die Nachtlinse ist gut geeignet für Kurzsichtige bis etwa -5.00 Dpt. Ob ihre Augen für die Nachtlinse gut geeignet sind und ob die Anwendung für sie Vorteile bringt, besprechen sie ausführlich mit unseren NOSCH Contactlinsen Spezialisten.

Sie erklären ihnen auch den Ablauf der Anpassung, sowie den Umgang, die Handhabung und die Pflege der Nachtlinsen.

Für die Anpassungsphase sollten sie in den ersten 2 Wochen etwas Zeit bereit halten, damit wir den Verlauf genau beobachten und bewerten können. Es kann vorkommen, dass in dieser Zeit die Linse nochmals geändert werden muss um das gewünschte Ziel erreichen zu können. Auch muss beobachtet werden, wann und wie lange es dauert, bis der optimale Ortho-K –Effekt erreicht ist und wie lange er anhält.

Wichtig für einen langfristigen Erfolg ist eine regelmäßige, perfekte Nachbetreuung durch unsere Spezialisten.

Die Nosch Nachtlinse hat den großen Vorteil, dass tagsüber das Auge völlig unbeeinflusst sehen kann. Ein Fremdkörper- oder Trockenheitsgefühl, verrutschen oder verlieren gibt es nicht.

Deshalb ist die Nachtlinse eine optimale Sehkorrektur für alle Sportarten.


Kontaktlinsen bei Kindern

Ab wann dürfen Kinder Kontaktlinse tragen? Diese Frage hören wir häufig.

Dafür gibt es jedoch keine definierte Altersgrenze. Die Erfahrung zeigt, dass Kinder zwischen 6 und 8 Jahren schon ganz sicher und selbständig mit Kontaktlinsen und dem Auf- und Absetzen umgehen können. Bei hohen Fehlsichtigkeiten oder bei großen Stärkenunterschieden vom rechten zum linken Auge sollte frühzeitig mit Kontaktlinsen korrigiert werden. Das unterstützt das koordinierte Sehen beider Augen und damit fördert es das räumliche Sehen.


Myopiemanagement

Die Zunahme der Kurzsichtigkeit bei Kindern ist ein weltweit zu beobachtendes Phänomen. Als Ursache wird vermutet, dass der überdurchschnittliche Gebrauch von Handys, Tabletts, vermehrte Naharbeit in Schule und Studium und den dadurch verhinderten Aufenthalt im Freien, daneben auch vererbten Faktoren die zu dieser Veränderung führen. Allerdings wird als wesentliche Ursache eine optische vermutet. Durch die Korrektur mit Brille entsteht eine scharfe Bildebene, welche hinter der Netzhaut liegt. Deshalb versucht das Auge die Netzhaut in diese Ebene zu bringen, welches dazu führt, dass das Längenwachstum des Auges angeregt und dadurch länger und kurzsichtiger wird.

Deshalb sucht man nach Methoden diesen Vorgang zu verlangsamen oder gar zu stoppen. Tatsächlich gibt es Möglichkeiten dazu.

Mehrere Möglichkeiten, die erforscht und anerkannt sind folgende:

  1. Durch den regelmäßigen Gebrauch von Medikamenten (Atropin), die durch den Augenarzt verordnet werden.
  2. Durch formstabile Contactlinsen mit einem auf das Längenwachstum des Auges ausgerichtetes Stärkenprofil
  3. Durch weiche Contactlinsen mit gleichen Abbildungseigenschaften wie bei den formstabilen Linsen.
  4. Durch Ortho-K , bei welcher das Profil der Hornhaut ebenfalls so geformt wird, dass sie Abbildungseigenschaften besitzt, welche den beschriebenen Contactlinsen entspricht.

Die Wirksamkeit und die Sicherheit dieser Maßnahmen, einzeln oder in Kombination sind durch Studien wissenschaftlich belegt.

Alle diese Maßnahmen haben das Ziel, die kindliche Kurzsichtigkeit möglichst früh so zu beeinflussen, dass sie sich deutlich langsamer entwickelt oder ganz gestoppt wird. Am besten schon dann, wenn sie beginnt. Erfahrungen aus der Anwendung zeigen, dass die Myopiekontrolle zeitlich am ab dem Alter 10-12 Jahre am effektivsten ist.

Bei der optischen Anwendung , egal ob mit formstabilen, weichen Contactlinsen oder bei der Ortho-K Versorgung, geht man davon aus, dass im Unterschied zu „normalen optischen Korrektur“ ein Stärkenprofil für das optische Element einsetzt wird, welches in der Peripherie eine zusätzliche Pluswirkung besitzt und dadurch im Auges eine andere Abbildungsebene hat. Diese neue Abbildungsebene liegt innerhalb des Auges und dadurch vor der Netzhaut. Dieser Zustand wirkt dem Längenwachstum entgegen und verlangsamt dadurch die Zunahme der Myopie.

Viele Studien weltweit haben gezeigt, dass über Jahre hinweg das Längenwachstum des Auges um 30% bis 50% reduziert werden kann.

Welche der genannten Präventionsmöglichkeiten eingesetzt wird, muss mit einem erfahrenen Augenoptiker oder Augenarzt besprochen werden und hängt natürlich in hohem Maße von der Unterstützung der Eltern und der positiven Einstellung des Kindes ab.

Die Ortho.-K (Nachtlinse) Korrektur hat den Vorteil, dass die Eltern die Handhabung die Pflege und den Trageeinsatz immer unter Kontrolle haben. Tagsüber wird ja ohne Linse gesehen, was natürlich den Vorteil hat, dass die spezielle Myopiekorrektur während das gesamten Tages erhalten bleibt und bei sportlichen oder anderen Tätigkeiten keine Verlustgefahr der Contactlinsen droht.


Keratokonus / Transplantat /nach LASIK-Korrektur

Bei einem Keratokonus handelt es sich um eine nicht entzündliche Krankheit der Hornhaut des Auges. Dabei verformt sich die Hornhaut irregulär, kegelförmig und wird dabei im Zentrum dünner. Dadurch sieht man langsam immer schlechter. Auch eine neue angepasste Brillenglasstärke bringt keine Besserung und hilft deshalb nicht weiter. Ein Keratokonus kann schon im frühen Alter entstehen und sich schnell entwickeln, oder erst im späteren Alter und sich dann erst langsam bemerkbar machen. Da eine Brille keine Sehverbesserung bewirkt ist eine Contactlinsenkorrektur die einzige Alternative. In der Regel werden dann formstabile, in Ausnahmen auch weiche, Linsen angepasst. Damit erreicht man dann wieder in vielen Fällen die volle Sehschärfe, jedenfalls immer deutlich besser als mit einer Brille.

Um eine Contactlinsenkorrektur bei Keratokonus optimal herzustellen, braucht es einen erfahrenen Contactlinsenspezialisten, der sich mit der Versorgung bei Keratokonus gut auskennt. Er ist dadurch in der Lage, spezielle Linsen so anzupassen, dass es für jeden Keratokonus Patienten möglich ist, weiterhin normal leben und arbeiten zu können.

Bei einem weit fortgeschrittenem Keratokonus kann ab einem bestimmten Zustand keine Kontaktlinse mehr erfolgreich angepasst werden. Dann muss mit einem Ophthalmologen entschieden werden, ob eine Hornhauttransplantation durchgeführt wird. Diese Operation wird an vielen Kliniken erfolgreich durchgeführt. Nach der Transplantation hat man wieder eine klare Hornhaut und die Voraussetzung für eine optimale Sehschärfe. Häufig unterscheiden sich aber die Korrekturwerte beider Augen so, dass auch weiterhin eine Kontaktlinse notwendig ist. Auch in diesem Fall muss in der Regel eine spezielle Kontaktlinse angepasst werden, welche nur von einem erfahrenen Anpasser optimal erledigt werden kann.

Die Nosch Contactlinsen Anpasser haben langjährige Erfahrung in der Anpassung und Betreuung von Keratokonus und Transplantats-Patienten und bieten deshalb die Gewähr für best mögliche und langfristig optimale Versorgung.


Kontaktlinsen und Sport

Beim Sport spielt gutes Sehen eine ganz wichtige Rolle. Nur wer wirklich gut sieht, kann in den meisten Sportarten auch eine gute Leistung bringen, ganz egal ob Freizeit oder Leistungssportler. Umso mehr ist es erstaunlich, dass etwa 30% aller fehlsichtigen Freizeit- und Leistungssportler keine Sehhilfe, weder Brille noch Kontaktlinse beim Sport tragen.

Sehen beim Sport ist in mehrere Bereiche zu unterteilen, die je nach Sportart von unterschiedlicher Bedeutung sind.Statisches Sehen - das Erkennen fester Ziele.

Peripheres Sehen – die Wahrnehmung in den Randzonen des Blick-und Gesichtsfeldes.

Dynamisches Sehen – das Erkennen schnell bewegter Objekte.

Räumliches Sehen – die Entfernungseinschätzung der Objekte zueinander.

Zur Ausübung vieler Sportarten ist eine Brille absolut ungeeignet. Neben der Gesichtsfeld – einschränkung, dem unsicheren Halt der Brille, ist auch die Verletzungsgefahr für den Sportler selbst, aber auch für den Partner viel zu groß.

Je nach Sportart sind weiche als auch formstabile Kontaktlinsen für die Sportausübung bestens geeignet und bewährt.

Bei schwacher bis mittlerer Kurzsichtigkeit ist die Nachtlinsen ( Ortho.-K), eine hervorragende Möglichkeit, jede Sportart betreiben zu können. Es gibt kein Verrutschen, kein
Herausfallen, kein Staub unter der Linse, also keinerlei Störung, alles ist so, als sei man rechtsichtig und braucht deshalb auch keinerlei Korrektur.

Über alle Möglichkeiten und Zusammenhänge zwischen Sport und Kontaktlinsen kennen sich die Nosch Contactlinsen -Spezialisten bestens aus. Sie beraten sie perfekt, welche Linsenart zu ihrem Sport in Verbindung mit ihrer Fehlsichtigkeit am besten passt.


Keratokonus

Das Thema Keratokonus ist derart umfangreich, dass man hierzu problemlos dicke Bücher schreiben könnte. An dieser Stelle soll lediglich ein kurzer Einblick gegeben werden.

Der Keratokonus ist eine, in der Regel, beidseitig auftretende, nicht entzündliche Hornhauterkrankung. Dabei beginnt die Ausprägung oft einseitig und verläuft unterschiedlich schnell. Gemessen an der Gesamtbevölkerung ist das Auftreten des Keratokonus relativ selten. Die Rate liegt etwa bei 0,5‰, wobei es starke regionale Unterschiede gibt. Der Keratokonus manifestiert sich normalerweise in der zweiten bis dritten Lebensdekade. Tritt er bereits in der Pubertät auf, so kann man von einer recht schnellen Progredienz (fortschreitende Veränderung) ausgehen.

Beim Auftreten des Krankheitsbildes kommt es, als Folge einer Abnahme der Hornhautdicke und der damit verbundenen Reduzierung der Hornhautstabilität, zu einer zunehmend kegelförmigen Vorwölbung der Hornhaut. Diese Deformation eines der wichtigsten Bestandteile unseres optischen Systems Auge hat gravierende Folgen für das Sehen. Da anfangs nur ein Auge betroffen ist und die Veränderungen schleichend voranschreiten, wird dies subjektiv nicht gleich bemerkt.

Erste Anzeichen zeigen sich häufig in Form einer stark schwankenden Sehschärfe (trotz aktueller Brille), einer erhöhten Lichtempfindlichkeit und dem Auftreten von Halos (Ringerscheinungen um Lichtquellen). Eine sich ständig ändernde Brillenglasstärke mit zunehmender Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) und variierender Achslage stellt ein objektives Verdachtsmoment bezüglich Keratokonus dar. Da sich durch die Hornhautvorwölbung auch gleichzeitig eine starke Unregelmäßigkeit (Irregularität) einstellt, kann dies optisch nicht mehr ausreichend gut mit einer Brille korrigiert werden. Eine Hornhautvermessung mittels Videokeratograph bringt hier letztendlich Klarheit, ob es sich um einen Keratokonus handelt oder nicht.

Befindet sich der Keratokonus in einem fortgeschritteneren Stadium, so kann nur mittels formstabiler Contactlinsen eine Anhebung der Sehleistung erreicht werden. Der Keratokonus wird dadurch jedoch nicht gestoppt werden.

An dieser Stelle ist nun der Contactlinsen-Spezialist gefragt. Er kennt sich genau mit den verschiedenen Formen und Ausprägungen des Krankheitsbildes aus und ermittelt die optimale Contactlinsengeometrie für das jeweilige Auge. Man muss sich eine solche Linse ähnlich einem orthopädischen Schuh für die Augen vorstellen. Dazu ist ebenfalls eine genaue Kenntnis der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten erforderlich. Nicht selten müssen Lösungen erarbeitet werden, die es so bisher noch nicht gab – eine absolute Einzelanfertigung.

Um dies gewährleisten zu können, wird der Anpasser mit Firmen zusammenarbeiten, die genau so etwas umsetzen können und sich nicht auf ein fest definiertes Linsenangebot beschränken. Zusätzlich wird der Anpasser die Linse(n) vor Ort manuell nacharbeiten und optimieren, falls dies erforderlich sein sollte.

Bei INVISIO beträgt der Anteil an Keratokonusversorgungen ca. 50% der Anpassungen, Tendenz steigend. Wir sind somit täglich mit diesem Krankheitsbild konfrontiert und arbeiten permanent an Lösungen für eine bestmögliche Linsenversorgung unserer Keratokonus Kunden. Aus diesem Grund greifen wir auch primär auf Contactlinsen der Firma Hecht Contactlinsen GmbH zurück. Hecht fertigt, was technisch herstellbar ist, und das in einer absoluten Spitzenqualität Made in Germany.

Mit der Anpassung allein bei Keratokonus ist es jedoch nicht getan! Eine gute Keratokonusversorgung braucht eine langfristige, fachliche Begleitung durch den jeweiligen Anpasser. Regelmäßige Nachkontrollen und Topographieerstellungen, sowie eine gute Kommunikation zum behandelnden Augenarzt sind hier zwingend notwendig.

Durch die individuell abgestimmten Kontrollen werden Veränderungen der Hornhaut frühzeitig erkannt und es kann entsprechend reagiert werden. Denn kommt es zu einem Fortschreiten des Keratokonus, merkt der Betroffene dies oft nicht. Der Keratokonus setzt die Sensibilität der Hornhaut stark herab, gleichzeitig reagiert das Gewebe jedoch extrem empfindlich, weshalb es zu Erosionen, bzw. Leckagen der Hornhaut mit anschließender Vernarbung und Trübungszonen kommen kann. Bei einem erneuten Schub in der Hornhaut sitzen die, ursprünglich optimalen, Linsen plötzlich schlecht und üben eine viel zu hohe, mechanische Belastung auf den empfindlichen Apexbereich (höchste Stelle des Keratokonus) aus. Dies reibt die Hornhaut „wund“ und kann Narben zur Folge haben.

Eine neue Anpassung bringt dann nur bedingt Besserung, da durch Narben und Trübungen die Sehleistung oft stark reduziert wird. Aus diesem Grund sind regelmäßige Nachkontrollen so wichtig. Der Contactlinsen-Spezialist erkennt kleinste Veränderungen und bespricht die Vorgehensweise, um den Optimalzustand wiederherstellen zu können.

Ist dann irgendwann (eventuell) ein Punkt erreicht, an dem eine neue Anpassung kein akzeptables Ergebnis mehr liefern kann, bleibt nur die Transplantation der Hornhaut. Wir informieren unsere Kunden schon lange im Voraus über operative Möglichkeiten, neue Methoden (cross-linking, intracorneale Segmente, etc.), OP-Verlauf, sowie Risiken und Chancen nach dem Eingriff.

Jedoch wird, mit hoher Wahrscheinlichkeit, auch nach der Transplantation und Entfernung der Nähte, eine erneute Contactlinsenversorgung angezeigt sein. Der Grund hierfür liegt meist in dem sich postoperativ entwickelnden, hohen Astigmatismus begründet, welcher nur selten mit einem Brillenglas korrigiert werden kann.

Es gilt folglich wieder, nach der bestmöglichen Linsenversorgung zu streben. Nun aber mit der Aussicht auf eine deutlich gesteigerte Sehleistung. Visus Werte von 0.8 bis 1.2 sind hier der Regelfall. Um dies zu erreichen, sind erneut aufwendige, individuelle Contactlinsengeometrien erforderlich, welche nicht selten sogar noch komplizierter sein müssen, als zu Zeiten des Keratokonus und das ganze Wissen, Können und Engagement des Anpassers fordern.

Wir sehen jeden einzelnen Fall als neue Herausforderung und Ansporn, uns und unsere Kunden weiter nach vorne zu bringen.


Corneal Crosslinking

Corneal Crosslinking CXL

Eine inzwischen optimierte und etablierte Methode zur Behandlung des Keratokonus stellt das Corneal Crosslinking (CXL) dar. Ziel ist es hierbei, mit der angestrebten „Quervernetzung“ der Hornhaut-Kollagenfibrillen eine Stabilisierung des Hornhautgewebes zu erreichen und somit die fortschreitende Vorwölbung (progrediente Ektasie) zu stoppen. Der Keratokonus als solcher kann dadurch leider nicht „geheilt“ werden, aber man versucht so den bestehenden Ist-Zustand zu erhalten und eine weitere Progredienz zu verhindern. Das Crosslinking von Geweben wird seit Jahren in vielen anderen Fachgebieten der Medizin (Zahnmedizin, Orthopädie, Herzchirurgie) erfolgreich durchgeführt. Für die Anwendung am Auge musste das Verfahren jedoch weiter entwickelt werden.

Das Grundprinzip des CXL ist die Kombination aus einer lokalen (topischen) Verabreichung von Vitamin B2 (Riboflavin) Augentropfen und der anschließenden Bestrahlung der Hornhaut mit ultraviolettem Licht. Dabei wird die Intensität der UV-Strahlen so gewählt, dass keine tieferen Augenstrukturen geschädigt werden. Um das Einsickern des Riboflavin in die gewünschte Hornhautschicht gewährleisten zu können, muss in einem ersten Schritt die äußere Hornhautschicht, das Epithel, mechanisch entfernt werden. Der Patient wird deshalb im Vorfeld der OP mit Augentropfen örtlich betäubt.

Die Bestrahlung mit UV-Licht dauert ca. 30 Minuten. Während dieser Zeit wird das Auge immer wieder befeuchtet, damit es nicht zu Austrocknungseffekten kommt. Am Ende der Prozedur kommt eine weiche Verbandlinse zum Einsatz, um das abgetragene Epithel möglichst ungestört nachwachsen lassen zu können. Innerhalb von 2-3 Tagen ist dieser Vorgang abgeschlossen. Schmerzmittel und Entzündungshemmer können dann ebenfalls wieder abgesetzt werden.

Beim Corneal Crosslinking handelt es sich, trotz mehrjährigen Anwendungserfahrungen, noch um eine neue Therapie. Es fehlen die Langzeitdaten bezüglich Effektivität, Dauer der Wirksamkeit und möglicher Komplikationen am Auge. Prinzipiell sind Infektionen und Entzündungen der Hornhaut und des Augeninneren, Hornhautgeschwüre, -trübungen und die Entwicklung des grauen Stars möglich, die zu einer dauerhaften Einschränkung der Sehfunktion führen können.

Und dennoch ist das Corneal Crosslinking sicherlich eine der vielversprechendsten Methoden in der Behandlung des Keratokonus. Sie ersetzt jedoch nicht die zusätzliche therapeutische Versorgung mit Contactlinsen zur optischen Rehabilitation.

Wir führen mittlerweile bei Dutzenden unserer Keratokonuskunden die kontaktoptische Folgebetreuung nach CXL durch und verfolgen mit Spannung die weitere Entwicklung auf diesem Gebiet.


Kontaktlinsenpflege

Leider wird die Wichtigkeit einer intensiven und konsequenten Contactlinsenpflege häufig unterschätzt.

Die Ursache hierfür liegt oft in den enormen Wissensdefiziten der Contactlinsenträger begründet, welche nicht selten auch durch mangelnde Information und Einweisung der Anpasser zustande kommen. Die Zunahme an Bezugsquellen wie Drogerien und Internet begünstigen diese Situation zusätzlich. Denn hier steht primär der Preis im Vordergrund weniger eine fundierte, ehrliche Beratung. Und letztendlich lesen sich die wenigsten Contactlinsenträger die produktbezogenen Handhabungshinweise durch.

Die Folge ist: viele Komplikationen basieren auf mangelnder Hygiene, so wie dem falschen Pflegesystem bzw. Pflegefehlern. Dies führt langfristig zur Unverträglichkeit der Contactlinsen und resultiert nicht selten im vorzeitigen Abbruch des Contactlinsentragens (drop out).

Hinweis: In Deutschland ist die Quote für Contactlinseneinsteiger genauso groß wie die „drop out“ Quote, und das seit Jahren!

Neben einer individuell abgestimmten Beratung und Anpassung der Contactlinsen können Sie selbst als Linsenträger etwas für die langjährige Verträglichkeit tun. Diese Chance sollten Sie nutzen.

Denn nur bei optimaler Pflege entfaltet die Contactlinse ihre maximale Leistung und erreicht die gewünschte Nutzungsdauer, ohne lästige Nebeneffekte.

Die Contactlinsenpflege ist so extrem wichtig und das Thema so sensibel, da sich die Contactlinse in direktem Kontakt mit dem vorderen Augenabschnitt befindet und jeder Keim ungehindert von der Linse auf das Auge überspringen kann. Wenn dann die Abwehrmechanismen des Auges geschwächt sind oder sogar versagen, sind Tür und Tor für Probleme aller Art geöffnet. Bösartige Keime können im Extremfall bis zum Erblinden führen.

Die weitläufige Auffassung, dass eine „Wegwerflinse“ weniger Pflegeaufwand bedarf ist schlichtweg falsch. Auch bei Austauschlinsen (Zweiwochen-, Monatslinsen) darf die Contactlinsenpflege nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Diese Linsen erfordern die gleiche tägliche Reinigung und Desinfektion wie die klassischen formstabilen Contactlinsen oder konventionellen Weichlinsen.

Bei dem „kontinuierlichen“ Tragen (Tag und Nacht) modernster Contactlinsen bilden sich ebenfalls Ablagerungen, nur werden diese abends nicht von der Linse befreit, sondern verweilen dort über Tage bis Wochen und vermehren sich entsprechend der Tragedauer. In solchen Fällen erhöht sich das Risiko für Infektionen.

Eine Empfehlung des Anpassers zu dieser Art des Contactltinsentragens sollte in Abhängigkeit Ihrer individuellen Tränenfilmqualität erfolgen und kann deshalb nicht grundsätzlich gegeben werden. Auch wenn das Contactlinsenmaterial prinzipiell dafür geeignet wäre.

Bei allen Arten von Contactlinsen gelten grundsätzlich die gleichen Pflegeschritte:

  1. Reinigung
  2. Desinfektion
  3. Aufbewahrung
  4. Proteinentfernung
  5. Benetzung und Nachbenetzung

Damit die Desinfektion der Contactlinse optimal erfolgen kann, sollte immer eine gründliche Reinigung vorausgehen. Denn während der täglichen Tragezeit können sich körpereigene (endogene) Stoffe, als auch Fremdstoffe (exogene) auf der Linsenoberfläche anlagern.

Endogene Ablagerungen: Proteine, Lipide, Muzine
Exogene Ablagerungen: Schmutz-, Staubpartikel, Augenkosmetika, Cremes, Mikroorganismen, wie Pilze, Bakterien, Viren, etc.

Darüberhinaus können Medikamente den Tränenfilm negativ beeinflussen und zur verstärkten Ausbildung von Ablagerungen auf den Linsen führen. Verfärbungen sind ebenfalls möglich.

Fazit:
Das Thema Contactlinsenpflege ist extrem ergiebig. Vertrauen Sie deshalb auf die Empfehlungen Ihres Contactlinsenspezialisten. Er bildet sich ständig fort, hat täglich mit verschiedensten Produkten hautnah zu tun und berät Sie ausgiebig hinsichtlich des am Besten für Sie geeigneten Pflegesystems.

Wir beraten Sie gerne, damit Ihre Linsen nicht so aussehen.


Pflege Formstabiler Kontaktlinsen

Praktisches Vorgehen bei der Reinigung und Desinfektion:

Vor jeder Handhabung der Contactlinse steht die Reinigung der Hände!

Die vom Auge genommene Contactlinse sollte vor dem eigentlichen Reinigungsvorgang kurz abgespült werden (z.B. mit Kochsalzlösung). Hierdurch werden lose Verunreinigungen, wie Staubpartikel oder kleinste Fussel weggeschwemmt, die sonst evtl. bei der Reinigung die Linse zerkratzen könnten.

Danach legt man die formstabile Contactlinse, mit der gewölbten Seite nach unten, zwischen Zeige- und Mittelfinger. Es werden einige Tropfen des Oberflächenreinigers auf Vorder- und Rückseite der Contactlinse gegeben (hier kann der Daumen zur Stützung der Linse hilfreich sein). Anschließend „massiert“ man die Linse zwischen Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger, 10 bis 20 Sekunden lang, in einer sanft kreisenden Bewegung.

Da wir in den Fingerkuppen sehr viel Gefühl haben, lässt sich auf diese Weise eine effektive Behandlung der Linse durchführen, bei der man selbst merkt, wie gut man die Linse gereinigt hat.

Bei Menschen, die extrem spröde oder rissige Fingerkuppen haben (evtl. durch den Beruf bedingt), sollte eher eine Reinigung in der Handinnenfläche vorgezogen werden. Ein mögliches Zerkratzen der Contactlinse wird somit vermieden.

Hierzu wird die Linse in die Handfläche gelegt (ebenfalls Wölbung nach unten) und ein Finger der anderen Hand führt die kreisenden Bewegungen nach dem gleichen Schema durch. Hier muss darauf geachtet werden, dass man nicht zu viel Druck anwendet, denn sonst schiebt man die Linse lediglich über die Handfläche und es wird primär deren Vorderfläche gereinigt. Es muss also immer darauf geachtet werden, dass die Linse beim Reinigen locker bewegt.

Zur Reinigung empfehlen wir für Oberflächen unbehandelte Contactlinsen häufig „Abrasivreiniger“ (Hecht, Boston Advance). Solche Reiniger bestehen aus Tensiden und Scheuerteilchen. Man führt also eine Art „Peeling“ an der Linse durch. Damit die optimale Wirkung erzielt wird, ist es unbedingt notwendig, den Oberflächenreiniger vor jedem Gebrauch zu schütteln. Hierdurch wird gewährleistet, dass sich die Substanzen im richtigen Mischungsverhältnis befinden. Eine Fehlanwendung hat zur Folge, dass sich die Abrasivpartikel auf dem Flaschenboden absetzen (vgl. Orangensaft) und die Reinigung, aufgrund der falschen Partikelkonzentration, ineffektiv ist.

Bei konsequenter, richtiger Anwendung lassen sich formstabile Contactlinsen in einem hervorragenden Zustand halten und benötigen oft keine zusätzliche Proteinentfernung. Zur optimalen Desinfektion und Konservierung der gereinigten Linsen bedarf es jedoch einer Aufbewahrungslösung. Diese muss täglich gewechselt werden und sollte nicht mehrfach zur Anwendung kommen. Sparsamkeit ist hier absolut fehl am Platze.

Auch gehört zu einer guten Contactlinsenpflege die Reinigung der Hilfsmittel, wie Behälter und Sauger (falls dieser verwendet wird). Eine Reinigung der Linsen macht nur dann Sinn, wenn sie nicht gleich wieder verunreinigt oder kontaminiert wird, indem sie in einen verdreckten Behälter gelegt oder mit einem vergilbten Sauger in Kontakt kommt. Ein regelmäßiger Tausch des Behälters und des Saugers helfen hier zusätzlich.

Vor dem Einsetzen der Contactlinsen am nächsten Tag, empfiehlt sich ein erneutes, kurzes Abspülen der Linsen und eine anschließende Benetzung. Hierzu gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten (spezielle Benetzer, künstliche Tränen, konservierungsfreie Kochsalzlösung, etc.), zwischen denen jeder Contactlinsenträger wählen und entscheiden kann.

Für die Träger formstabiler Contactlinsen steht ein sehr großes Spektrum an individuell sinnvollen Reinigungs- und Desinfektionslösungen zur Verfügung. Und nicht immer sind die gängigsten und bekanntesten Produkte auch wirklich die geeignetsten. Eine ausführliche Beratung und Abstimmung auf Linsenmaterial, Tragegewohnheiten, sowie Beschaffenheit des Tränenfilms sind auch hier der Garant für eine Optimierung des Tragekomforts.


Pflege Weicher Kontaktlinsen

Contactlinsenpflege weicher Contactlinsen

Zur optimalen Reinigung und Desinfektion von weichen Contactlinsen stehen zwei grundlegende Pflegesysteme zur Verfügung:

  • Mehrzwecklösungen (All-in-one)
  • Peroxidlösungen

Mehrzwecklösungen

Der Anteil von All-in-one Lösungen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Solche Systeme sind anwenderfreundlich, da nur eine Flasche benötigt wird. Die Lösungen eignen sich zum Reinigen (manuell), Desinfizieren, Aufbewahren, Abspülen und Nachbenetzen. Selbst gegen Proteine wirken die Multifunktionslösungen und dabei sind sie einfach und sicher in der Anwendung.

Zur Gewährleistung einer ausreichenden Desinfektion werden zumeist Lösungen mit „stabilen“ Konservierungsstoffen verwendet. Der Konservierungsstoff gelangt dadurch jedoch auch an das Auge, was unter Umständen allergische Reaktionen hervorrufen kann. Einzelne Hersteller bieten mittlerweile Multifunktionslösungen an, welche „neutral“ ins Auge gelangen.

Bei der Wahl des geeigneten All-in-one Pflegemittels lohnt es sich also genau zu analysieren, ob Art und Konzentration des jeweiligen Konservierungsstoffs für die eigenen Augen vertretbar sind.

Peroxidlösungen

Wasserstoffperoxid hat ein hervorragendes Wirkspektrum und eignet sich optimal zur Desinfektion von hydrogelen Contactlinsen und den hochmodernen Silikonhydrogelen. Vor allem bei Contactlinsen, die länger als 4 Wochen in Gebrauch sind (meist konventionelle Weichlinsen), sollte diese Art der Contactlinsenpflege verwendet werden. Die hohe Effektivität von Peroxidlösungen gewährleistet einen bestmöglichen Zustand der Contactlinsen und bietet ein Höchstmaß an Sicherheit für das Auge. Die gängigen Systeme sind darüberhinaus frei von Konservierungsmitteln. Bei diesen Produkten wird, anders als bei den üblichen Multifunktionslösungen, weder der Konservierungsstoff in der Linse gespeichert, noch gelangt er mit den Augen in Kontakt. Eine wichtige Voraussetzung für eine gute Verträglichkeit des Pflegemittels.

Die auf dem Markt erhältlichen Peroxidsysteme gliedern sich in die klassischen 2-StufenSysteme (hier wird nach einer Einlagerungsphase in 3%-iger Peroxidlösung mit einer zweiten Lösung die enzymatische Neutralisation durchgeführt) und die modernen 1-Stufen-Systeme.

Durch die Einführung der 1-Stufen-Peroxidsysteme wurde die Umwandlung des Wasserstoffperoxids hin zu einer neutralen Lösung in einem Schritt möglich. Die Gefahr des (schmerzhaften) Einsetzens nicht neutralisierter Contactlinsen ist somit quasi ausgeschlossen.

Für die 1-Stufen-Peroxidsysteme stehen zwei Möglichkeiten der Neutralisation zur Auswahl:

Metallkatalytisch (Platinscheibe)

Die Neutralisation beginnt in dem Moment, in dem Peroxidlösung und Metallkatalysator in Kontakt treten (Füllen des Behälters bei B&L Easy Sept oder Zusammenschrauben des Behälters bei Cibavision AO Sept). Bei diesen Systemen ist zu beachten, dass die, von der Linse, gelösten Partikel sich gerne auf der Platinscheibe absetzen und diese bedecken können. Ein kurzes Schütteln des Behälters, vor der Linsenentnahme morgens, löst diese Schicht meist ab und gewährleistet wieder die katalytische Funktionsfähigkeit des Platinrings.

Biokatalytisch (Enzymtablette)

Bei der Verwendung eines Tablettensystems zur Neutralisation von Wasserstoffperoxid wird, erst nach Zugabe der entsprechenden Tablette, die Aufspaltung des Peroxids in Gang gesetzt. Dies hat anwendungstechnische Vorteile, denn dadurch ist es möglich die Linsen für eine längere Zeit „stabil“ zu lagern (für Gelegenheitsträger interessant, sinnvoll in der Heuschnupfenzeit oder anderen notwendigen CL-Tragepausen). Hier darf jedoch die abschließende Neutralisation nicht vergessen werden, damit die Linse wieder einsatzfähig ist!

Solche Tablettensysteme bieten, im Gegensatz zu den Metallkatalytischen Systemen, eine optische Anwendungskontrolle. Die neutralisierte Lösung erscheint, je nach Produkt, in einer anderen Farbe (Beispiele: Oxysept Comfort – rosa; tab in one – grün; Blue Vision – blau) und gibt dem Anwender Sicherheit, dass die Linsen bedenkenlos getragen werden können. Die einzelnen Produkte unterscheiden sich darüberhinaus anhand der Dauer, in der die Contactlinsen mit 3% Peroxid desinfiziert werden, sowie durch die unterschiedlich erforderliche Neutralisationszeit.

Proteinentfernung

Um die Contactlinsen in einem einwandfreien Zustand zu halten und die Unversehrtheit des Auges zu gewährleisten, ist eine zusätzliche, regelmäßige Proteinentfernung unverzichtbar. Dies gilt vor allem für Linsen mit einer langen Nutzungsdauer.


Kosmetik und Kontaktlinsen

Kosmetik und Contactlinsen

Contactlinsenträgerinnen brauchen nicht auf Make-up verzichten. Allerdings sollten Sie ein paar Dinge beachten, um problemlos Contactlinsen und Kosmetik zu kombinieren. Achten Sie darauf, Kosmetik zu verwenden die für Contactlinsenträgerinnen geeignet ist und Ihre Augen nicht reizt.

Hier ein paar Tipps, zur richtigen Anwendung von Kosmetik:

Haarspray sollten Sie vor dem Aufsetzen der Contactlinsen anwenden oder während der Anwendung die Augen schließen.
Gesichtscremes, Make-up oder Puder tragen Sie am besten ebenfalls vor dem Linseneinsetzen auf. Achten Sie bitte darauf, dass keine Creme in die Augen gelangt, da deren fettige/ ölige Bestandteile die Benetzung der Linsen stören können.
Es ist sinnvoll zuerst die Contactlinsen einzusetzen und dann das Augen- Make-up aufzutragen. Dadurch können Sie beim Einsetzen der Linsen nicht an den getuschten Wimpern „hängen bleiben“ und Mascarapartikel hinter die Linse gelangen. Auch wird das „Verschmieren“ von Augen-Make-up durch verstärkten Tränenfluss beim Einsetzen der Contactlinsen vermieden. Meist ist es einfacher, sich mit den Contactlinsen zu schminken, da das Sehen besser ist und das Augen-Make-up exakter aufgetragen werden kann.
Wimperntusche sollte möglichst nicht wasserfest sein und nicht krümeln oder bröckeln. Tauschen Sie Ihre Mascara regelmäßig aus, da diese mit der Zeit austrocknet und dadurch bröseliger wird.

Tipp: Durch die regelmäßige Verwendung von Ophthalmic Mascara (transparente Pflegemascara) können Sie Ihre Wimpern kräftigen und pflegen, wodurch diese an Fülle und Länge gewinnen.

Kajalstifte und Flüssig-Eyeliner können sehr gut auf dem Ober- oder Unterlid auftragen werden. Auf dem inneren Lidrand sollten Sie keine Kosmetik anwenden, da diese von dort sehr leicht in den Tränenfilm gelangen und Partikel zwischen Hornhaut und Contactlinse geraten können, oder die Contactlinsen durch die Kosmetikbestandteile zuschmieren können. Auf den Lidkanten befinden sich die Drüsenausgänge der Meibomschen Drüsen, die maßgeblich an der Zusammensetzung des Tränenfilms beteiligt sind. Durch Kosmetik, die direkt auf den Lidkanten aufgetragen wird, können diese verstopfen und der Tränenfilm wird negativ beeinflusst.
Lidschatten sollte möglichst wenig bröseln und am besten keine grobkörnigen Glitzerpartikel enthalten. Farbpartikel, die in den Tränenfilm gelangen, können den Tragekomfort der Contactlinsen deutlich reduzieren, die Augen reizen und lassen sich oft nur schwer wieder von den Linsen entfernen. Am besten verwenden Sie Creme-Lidschatten, da diese besser haften als Puderlidschatten.
Kosmetik sollte jeden Abend von den Augen entfernt werden und die Contactlinsen vor dem Abschminken herausgenommen werden. Für die sanfte Reinigung der empfindlichen Augenpartie gibt es speziell entwickelte Reinigungsmittel, deren PH-Wert dem des Tränenfilms entsprechen. Je nach Hauttyp können sie Reinigungsemulsion oder Reinigungslotion verwenden.

Eye Care Cosmetics entwickelt speziell für Contactlinsenträgerinnen und empfindliche Augen Pflegeprodukte und dekorative Kosmetik. Alle Produkte sind sehr verträglich und mit Contactlinsen kompatibel. Sollten Sie Probleme mit Ihren Contactlinsen und Ihren bisher verwendeten Kosmetikprodukten haben, beraten wir Sie gerne.


Pollenflug und Kontaktlinsen

Bei Frühlingsbeginn haben viele Allergiker mit auftretendem Pollenflug zu kämpfen. Je nach Pflanzenart erstreckt sich dieser über einen Zeitraum von Februar bis Oktober. Contactlinsen deren Oberflächen uneben geworden sind (durch Kratzer, Proteine, etc.) zeigen eine besonders starke Anfälligkeit von Pollenanlagerungen. Hier können sich die Pollen festsetzen und allergische Reaktionen auslösen.

Abhilfe schafft hier die Entnahme der Contactlinse, eine manuelle Oberflächenreinigung (ideal mit alkoholischem Reiniger) und erneutes Einsetzen der Contactlinse mit Benetzungslösung. Doch nicht immer ergibt sich die Möglichkeit, die Contactlinsen abzusetzen und manuell von den Ablagerungen zu befreien.

Als Alternativmöglichkeit gibt es Benetzungslösungen z.B. lens & lid mit Reinigungseffekt. Dieser wird durch bewusst vollständig ausgeführte Lidschläge verstärkt. Doch bereits bei normaler Lidschlagfrequenz kommt es zur aktiven Entfernung von Belägen.

Dank eines milden Tensids wird die Linsenoberfläche von Pollen befreit und anschließend mit Hyaluronsäure optimal benetzt.
Das Benetzungsmittel eignet sich vor allem auch bei fettigen und verschmierten Contactlinsenoberflächen und bei langen Tragezeiten.
Mineralsalze und Hyaluron unterstützen darüberhinaus die Zellregeneration und binden die Flüssigkeit stärker. Das Trockenheitsgefühl nimmt ab.


Trockenes Auge

Unser Tränenfilm leistet in seiner Beschaffenheit einen wesentlichen physikalischen, als auch physiologischen Beitrag am Sehvorgang. Er glättet die Vorderfläche der Hornhaut durch Ausebnung auch minimalster oberflächlicher Unregelmäßigkeiten und gewährt somit eine glatte, optisch einwandfreie, brechende Fläche.

Dem Tränenfilm kommt weiterhin die Aufgabe der Hornhauternährung zu. In der Luft enthaltener Sauerstoff wird in der Tränenflüssigkeit gelöst und der Hornhaut zugeführt. Gleichzeitig übernimmt der Tränenfilm den Abtransport von Zelltrümmern und kleinen Fremdkörpern.

Durch die im Tränenfilm enthaltenen antibakteriell wirksamen Substanzen besitzt er zudem immunologische Eigenschaften. Und schließlich spielt er eine wichtige Rolle, was den Regelkreislauf des Wasserhaushalts der Hornhaut betrifft.

Damit dieser Multifunktionsapparat gut arbeiten kann, muss ein perfektes Zusammenspiel der drei Tränenfilm-Bestandteile – Muzinschicht (Muzine = Schleimstoffe), wässrige Schicht und Lipidschicht (Lipide = Fette) – herrschen. Die drei Komponenten des Tränenfilms werden in verschiedenen Drüsen produziert.

Grundsätzlich gibt es große anatomische, funktionelle und pathologische Unterschiede der Tränendrüsen bei Männern und Frauen. Hauptursache dafür liefern die so genannten Androgene (z.B. Testosteron), welche stark die Tränenzusammensetzung beeinflussen können. Bei Frauen (Androgen wird in den Eierstöcken gebildet) beträgt der Androgenspiegel nur etwa 10% des Anteils der Männer. Dieser relative Androgenmangel bei Frauen ist einer der wichtigsten Gründe für die doppelt so hohe Zahl an trockenen Augen im Vergleich zum Anteil bei den Männern.

· Der Hornhaut zugewandt liegt eine dünne Schleimschicht, die Muzinschicht. Sie sorgt dafür, dass die von Natur aus wasserabstoßende Hornhautoberfläche überhaupt erst benetzbar wird.
Dabei kommt der Bindehaut eine wichtige Aufgabe zu: In den Becherzellen der Bindehaut werden die Muzine und Hyaluronsäure produziert. Damit Becherzellen aber entstehen können, ist das Vorhandensein von Vitamin A erforderlich. Ein Vitamin A Mangel kann somit ein trockenes Auge begünstigen.

· Die Aufgabe der Tränendrüsen besteht in der Produktion der wässrigen Schicht. Der Grundbedarf an Tränenflüssigkeit zur Befeuchtung des Auges, die Basalsekretion, wird permanent hergestellt. Diese Tränen enthalten Antikörper aus dem körpereigenen Imunsystem, die dabei helfen, Bakterien oder Viren abzuwehren. Die Reizsekretion hingegen entsteht nur durch bestimmte, äußere Einflüsse. Das können Fremdkörper, Reizungen, bzw. Schmerzempfindungen sein, aber auch Gefühle wie Trauer oder Freude erzeugen diese Sekretion.

· Den äußeren Abschluss des Tränenfilms bildet die Lipidschicht. Sie verhindert eine übermäßige Verdunstung der Tränenflüssigkeit und ist maßgeblich an der Dynamik des Tränenfilms beteiligt. Aufbau und Aufrechterhaltung des Lipidfilms erfolgen über die Meibomschen Drüsen im Ober- und Unterlid. Die Ausführungsänge dieser Drüsen befinden sich an der jeweiligen Lidkante und sind dicht nebeneinander aufgereiht. Bei Verschluss dieser Öffnungen (z.B. durch Kajal) wird die Weitergabe der Lipide an den Tränenfilm gestört oder komplett unterbunden. Auch bei Lidrandentzündungen (Blepharitis) kann es zu einer verminderten Ausschüttung der Lipide kommen. Deshalb sollte stets dafür gesorgt werden, dass die Lidränder sauber und die Öffnungen frei gehalten werden. Hierfür können spezielle Reinigungsmittel zur Lidrandhygiene verwendet werden (z.B. Contabelle lid & lens). Zudem sollte ein Lidstrich mit Kajalstift oder Eyeliner lediglich an der äußeren Lidkante gezogen werden.

Die Kontrolle der Meibomschen Drüsen vollzieht sich ebenfalls auf hormoneller Basis durch Androgene. Ein Mangel an Androgenen zieht aufgrund der erhöhten Verdunstung somit ein Trockenes Auge nach sich. Betroffen sind v.a. Frauen in den Wechseljahren.

Für ein beschwerdefreies Sehen ist eine ausreichende und vor allem gleichmäßige Befeuchtung der Augen unabdingbar.

Voraussetzungen dafür sind eine quantitativ und qualitativ physiologische Zusammensetzung des Tränenfilms, ein normaler, regelmäßiger und vollständiger Lidschlag, wodurch kontinuierlich ein neuer Tränenfilm aufgebaut wird, aber ebenso ein intaktes Tränenableitungssystem. Ist dieser Regelkreislauf gestört, so kann dies verschiedene, negative Auswirkungen auf das alltägliche Leben haben. Symptome wie Fremdkörper- oder Trockenheitsgefühl, Jucken, Brennen der Augen und eine Sehleistungsminderung sind sehr häufig.

Da auch das Tragen von Contactlinsen Einfluss auf den Tränenfilm hat, ist es besonders wichtig, dass eine individuelle Linsenempfehlung und optimalste Anpassung erfolgen. Darüber hinaus sollten regelmäßige Kontrollen langfristig Sicherheit für jeden Contactlinsenträger gewährleisten. Bei vorliegendem Trockenen Auge analysieren wir bei INVISIO stets mögliche Ursachen (welcher Tränenfilmbestandteil ist primär betroffen) und besprechen sinnvolle Gegenmaßnahmen.

Möglichkeiten zur Reduzierung des Trockenen Auges können sein:

  • Lidschlagübungen (wir haben entsprechende Broschüren für Sie)
  • Lidrandmassagen und Lidrandpflege
  • Kosmetik- und Schminktipps
  • Richtige Anwendung der Contactlinsenpflege und Auswahl eines geeigneten Produktes
  • Anwendung künstlicher Tränen (hier kommt es auf den Wirkstoff, dessen Konzentration und auf Konservierungsstoffe an)
  • Verwendung von Liposomen-Augensprays (stabilisiert die Lipidschicht und kühlt sehr angenehm)
  • Nahrungsergänzungsmittel

Lassen Sie sich von uns beraten und nutzen Sie die Möglichkeiten, die es für Sie gibt.


Trockenes Auge und Heizung

Hyaluronsäure als bester Wirkstoff in der Heizperiode

Es ist wieder soweit: Der Sommer hat sich verabschiedet und die kalten, ungemütlichen Tage beginnen. Auch die Augen müssen sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnen:

Es wird wieder früher dunkel, was eine reduzierte Sehqualität und ein angestrengteres Sehen nach sich zieht.
Bedingt durch die häufig trockene Heizungsluft, bei der Arbeit oder zu Hause, nimmt die Problematik des Trockenen Auges stark zu.
Um Linderung zu erreichen, sollte man die richtigen Nachbenetzer und v.a. den richtigen Wirkstoff darin verwenden:

Als bestgeeignetster Wirkstoff hat sich seit Jahren die Hyaluronsäure herauskristallisiert. Diese befindet sich in unserem gesamten Körper und hält die Zellen in unserer Haut, sowie dem Bindegewebe zusammen. Gleichzeitig schmiert die Hyaluronsäure Gelenke und federt sogar Stöße ab.

Gleich nach der Geburt beginnen allerdings unsere Vorräte an Hyaluron zu schrumpfen. Begünstigt durch Zeit, Sonne, Zigaretten und Fast Food baut der prozentuale Anteil an Hyaluronsäure in unserem Körper ab. Wer vierzig ist, hat nur noch 50%, wer sechzig ist, sogar gerade noch 10% im Körper. Als Folge davon wird unsere Haut faltig, die Gelenke knirschen und unsere Augen werden trockener.

Auch die Kosmetikindustrie hat dies erkannt und die Hyaluronsäure als Wunderwaffe gegen Faltenbildung entdeckt. Es gibt kaum eine neue Creme, die nicht den Wirkstoff enthält.

Für die Augen und das Tragen von Contactlinsen ist die Hyaluronsäure wegen der gigantisch tollen Wasserbindungsfähigkeit interessant. Die Hyaluronsäure arbeitet wie ein riesiger Wasserspeicher. Das durstige Molekül bindet bis zu 6000 Mal mehr Wasser als es selbst wiegt. Es befeuchtet somit die Augenoberfläche bestmöglich und kann zudem einen regenerativen Einfluss auf “gestresste” Zellen ausüben.

In unserer täglichen Anpasspraxis ist die Hyaluronsäure ein unverzichtbarer Wirkstoff zur Verbesserung bei Trockenen Augen geworden.

Molekulargewicht, Viskosität und Konzentration der Hyaluronsäure entscheiden individuell verschieden darüber, welches Produkt am effektivsten am Auge wirkt.

Wir beraten Sie gerne ausführlich.


Vollzeitstelle AugenoptikerIN

Wir bieten eine Vollzeitstelle für einen Augenoptiker (w/m) mit abgeschlossener Lehre.

Wir freuen uns auf DAS Multitalent mit folgenden Eigenschaften:

  • Freude am Umgang mit Menschen
  • strukturiertes Arbeiten, ob eigenständig oder im Team
  • serviceorientiertes Denken und Handeln
  • freundliches und sympathisches Auftreten

Wir bieten:

  • Vielseitiger Verantwortungsbereich
  • Moderner, zukunftsorientierter Arbeitsplatz
  • Langjährige Berufsperspektive
  • Wertschätzung

 

Interessiert? Nicht zögern – bewerben! Wir freuen uns schon.


Kontaktlinsen für Nah und Fern

Bei beginnender Alterssichtigkeit (Presbyopie) kann die Naheinstellung des Auges (Akkommodation) nur noch mit Mühe durchgeführt werden. Diese Erscheinung beginnt meistens ab dem 40. Lebensjahr und manifestiert sich dann im Alter zwischen 45 und 50. Ursache hierfür ist eine zunehmende Verhärtung des Linsenkerns unserer Augenlinse. Dadurch verliert die Augenlinse an Elastizität und kann sich weniger stark durchwölben, was aber für die Naheinstellung sehr wichtig ist.

Mit zunehmendem Elastizitätsverlust kommt es folglich zur Abnahme des Akkommodationsvermögens. Der Prozess der Verhärtung unseres Linsenkerns beginnt zwar schon ab der Geburt, jedoch haben wir zu diesem Zeitpunkt noch ca. 20 Dioptrien Akkommodationsreserven zur Verfügung. Folglich stört es anfangs nicht, wenn stückweise dieses Vermögen abgebaut wird. Es dauert über 40 Jahre, bis die Verhärtung des Linsenkerns so weit fortgeschritten ist, dass sich dies auf das Sehen nachteilig auswirkt.

Erste Anzeichen für die beginnende Presbyopie sind:

Kleine Schriften und Zahlen können nur noch mit Mühe gelesen werden
Das Schaffen von „guten“ Lichtverhältnissen beim Lesen wird immer wichtiger
Vergrößerung des Leseabstands, um Lesen zu können ( die Arme werden zu kurz! )
Ermüdungserscheinungen bei längerem, konzentrierten Lesen bzw. Arbeiten in der Nähe
Niemand kann sich dieser natürlichen Entwicklung unseres Auges entziehen. Aus diesem Grund sollte sich jeder früh mit den Möglichkeiten auseinander setzten, welche wieder ein normales Arbeiten im Nahbereich ermöglichen.

Auch muss das Aufkommen der Presbyopie nicht im Widerspruch zum Tragen von Contactlinsen stehen. Gerade wer schon jahrelang seine Contactlinsen im Alltag zu schätzen gelernt hat, wird jetzt nicht wegen eines normalen Alterungsprozesses darauf verzichten wollen.

Hier ist der Contactlinsen Spezialist gefragt. Er kann anhand der individuellen Bedürfnisse und Anforderungen verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, mit denen das Nah Sehen wieder verbessert werden kann.

Seit Jahren gibt es bereits verschiedene bifokale und multifokale Systeme bei Contactlinsen. Und das sowohl für formstabile, als auch weiche Linsen.

Bei INVISIO beschäftigen wir uns seit jeher mit solchen Versorgungen und führen diese mit großem Erfolg durch.

Jedoch ist nicht jeder Interessent grundsätzlich dafür geeignet. Ein hohes Maß an Motivation und Engagement sind in der ersten Phase gefragt, damit sich ein reibungsloser Erfolg einstellt.

Wir informieren und beraten Sie gerne ausführlich bezüglich einem Sehen von Nah bis Fern mit Contactlinsen.


Praktikum

Bei INVISIO bieten wir den Studenten der augenoptischen Fachschulen regelmäßig Stellen für das Praxissemester an.

Während der mindestens zwölfwöchigen Praktikumsdauer gibt es nahezu unbegrenzte Möglichkeiten das theoretische Wissen zu vertiefen und in die Praxis umzusetzen. Wissensdurst, Arbeitseinsatz, Freude an der Kontaktoptik und im Umgang mit Menschen sind die Voraussetzung für das individuell abgestimmte Praktikum.

Nutzen Sie die Chancen, welche sich in einem Contactlinsen Institut für Ihren weiteren Werdegang bieten!


Initiativbewerbungen

Wir freuen uns jederzeit über Initiativbewerbungen von motivierten und engagierten Aspiranten (m / w), die das Wachstum unseres Contactlinsen Instituts mitgestalten möchten.