Orthokeratologie: die Nachtkontaktlinse zum Tagessehen.

Nachts mit Kontaktlinse ruhig schlafen und tags ohne Kontaktlinse optimal sehen.

Nachtlinsen korrigieren geringe bis mittlere Kurzsichtigkeiten und Hornhautverkrümmungen, während sie nachts im Schlaf getragen werden. Die Behebung der Fehlsichtigkeit wird dadurch erreicht, indem die Nachtlinse eine kontrollierte Umformung der Hornhautkrümmung bewirkt.

Ist die Nachtlinse fachmännisch angepasst und regelmäßig aufgesetzt, wird ein optimal stabiles Sehen für den ganzen folgenden Tag erreicht.

Diese Umformung kann jederzeit komplett rückgängig gemacht werden, indem die Nachtlinse einige Tage nicht angewendet wird.

Die Nachtlinse ist gut geeignet für Kurzsichtige bis etwa -5.00 Dpt. Ob ihre Augen für die Nachtlinse gut geeignet sind und ob die Anwendung für sie Vorteile bringt, besprechen sie ausführlich mit unseren NOSCH Contactlinsen Spezialisten.

Sie erklären ihnen auch den Ablauf der Anpassung, sowie den Umgang, die Handhabung und die Pflege der Nachtlinsen.

Für die Anpassungsphase sollten sie in den ersten 2 Wochen etwas Zeit bereit halten, damit wir den Verlauf genau beobachten und bewerten können. Es kann vorkommen, dass in dieser Zeit die Linse nochmals geändert werden muss um das gewünschte Ziel erreichen zu können. Auch muss beobachtet werden, wann und wie lange es dauert, bis der optimale Ortho-K –Effekt erreicht ist und wie lange er anhält.

Wichtig für einen langfristigen Erfolg ist eine regelmäßige, perfekte Nachbetreuung durch unsere Spezialisten.

Die Nosch Nachtlinse hat den großen Vorteil, dass tagsüber das Auge völlig unbeeinflusst sehen kann. Ein Fremdkörper- oder Trockenheitsgefühl, verrutschen oder verlieren gibt es nicht.

Deshalb ist die Nachtlinse eine optimale Sehkorrektur für alle Sportarten.


Kontaktlinsen bei Kindern

Ab wann dürfen Kinder Kontaktlinse tragen? Diese Frage hören wir häufig.

Dafür gibt es jedoch keine definierte Altersgrenze. Die Erfahrung zeigt, dass Kinder zwischen 6 und 8 Jahren schon ganz sicher und selbständig mit Kontaktlinsen und dem Auf- und Absetzen umgehen können. Bei hohen Fehlsichtigkeiten oder bei großen Stärkenunterschieden vom rechten zum linken Auge sollte frühzeitig mit Kontaktlinsen korrigiert werden. Das unterstützt das koordinierte Sehen beider Augen und damit fördert es das räumliche Sehen.


Myopiemanagement

Die Zunahme der Kurzsichtigkeit bei Kindern ist ein weltweit zu beobachtendes Phänomen. Als Ursache wird vermutet, dass der überdurchschnittliche Gebrauch von Handys, Tabletts, vermehrte Naharbeit in Schule und Studium und den dadurch verhinderten Aufenthalt im Freien, daneben auch vererbten Faktoren die zu dieser Veränderung führen. Allerdings wird als wesentliche Ursache eine optische vermutet. Durch die Korrektur mit Brille entsteht eine scharfe Bildebene, welche hinter der Netzhaut liegt. Deshalb versucht das Auge die Netzhaut in diese Ebene zu bringen, welches dazu führt, dass das Längenwachstum des Auges angeregt und dadurch länger und kurzsichtiger wird.

Deshalb sucht man nach Methoden diesen Vorgang zu verlangsamen oder gar zu stoppen. Tatsächlich gibt es Möglichkeiten dazu.

Mehrere Möglichkeiten, die erforscht und anerkannt sind folgende:

  1. Durch den regelmäßigen Gebrauch von Medikamenten (Atropin), die durch den Augenarzt verordnet werden.
  2. Durch formstabile Contactlinsen mit einem auf das Längenwachstum des Auges ausgerichtetes Stärkenprofil
  3. Durch weiche Contactlinsen mit gleichen Abbildungseigenschaften wie bei den formstabilen Linsen.
  4. Durch Ortho-K , bei welcher das Profil der Hornhaut ebenfalls so geformt wird, dass sie Abbildungseigenschaften besitzt, welche den beschriebenen Contactlinsen entspricht.

Die Wirksamkeit und die Sicherheit dieser Maßnahmen, einzeln oder in Kombination sind durch Studien wissenschaftlich belegt.

Alle diese Maßnahmen haben das Ziel, die kindliche Kurzsichtigkeit möglichst früh so zu beeinflussen, dass sie sich deutlich langsamer entwickelt oder ganz gestoppt wird. Am besten schon dann, wenn sie beginnt. Erfahrungen aus der Anwendung zeigen, dass die Myopiekontrolle zeitlich am ab dem Alter 10-12 Jahre am effektivsten ist.

Bei der optischen Anwendung , egal ob mit formstabilen, weichen Contactlinsen oder bei der Ortho-K Versorgung, geht man davon aus, dass im Unterschied zu „normalen optischen Korrektur“ ein Stärkenprofil für das optische Element einsetzt wird, welches in der Peripherie eine zusätzliche Pluswirkung besitzt und dadurch im Auges eine andere Abbildungsebene hat. Diese neue Abbildungsebene liegt innerhalb des Auges und dadurch vor der Netzhaut. Dieser Zustand wirkt dem Längenwachstum entgegen und verlangsamt dadurch die Zunahme der Myopie.

Viele Studien weltweit haben gezeigt, dass über Jahre hinweg das Längenwachstum des Auges um 30% bis 50% reduziert werden kann.

Welche der genannten Präventionsmöglichkeiten eingesetzt wird, muss mit einem erfahrenen Augenoptiker oder Augenarzt besprochen werden und hängt natürlich in hohem Maße von der Unterstützung der Eltern und der positiven Einstellung des Kindes ab.

Die Ortho.-K (Nachtlinse) Korrektur hat den Vorteil, dass die Eltern die Handhabung die Pflege und den Trageeinsatz immer unter Kontrolle haben. Tagsüber wird ja ohne Linse gesehen, was natürlich den Vorteil hat, dass die spezielle Myopiekorrektur während das gesamten Tages erhalten bleibt und bei sportlichen oder anderen Tätigkeiten keine Verlustgefahr der Contactlinsen droht.


Keratokonus / Transplantat /nach LASIK-Korrektur

Bei einem Keratokonus handelt es sich um eine nicht entzündliche Krankheit der Hornhaut des Auges. Dabei verformt sich die Hornhaut irregulär, kegelförmig und wird dabei im Zentrum dünner. Dadurch sieht man langsam immer schlechter. Auch eine neue angepasste Brillenglasstärke bringt keine Besserung und hilft deshalb nicht weiter. Ein Keratokonus kann schon im frühen Alter entstehen und sich schnell entwickeln, oder erst im späteren Alter und sich dann erst langsam bemerkbar machen. Da eine Brille keine Sehverbesserung bewirkt ist eine Contactlinsenkorrektur die einzige Alternative. In der Regel werden dann formstabile, in Ausnahmen auch weiche, Linsen angepasst. Damit erreicht man dann wieder in vielen Fällen die volle Sehschärfe, jedenfalls immer deutlich besser als mit einer Brille.

Um eine Contactlinsenkorrektur bei Keratokonus optimal herzustellen, braucht es einen erfahrenen Contactlinsenspezialisten, der sich mit der Versorgung bei Keratokonus gut auskennt. Er ist dadurch in der Lage, spezielle Linsen so anzupassen, dass es für jeden Keratokonus Patienten möglich ist, weiterhin normal leben und arbeiten zu können.

Bei einem weit fortgeschrittenem Keratokonus kann ab einem bestimmten Zustand keine Kontaktlinse mehr erfolgreich angepasst werden. Dann muss mit einem Ophthalmologen entschieden werden, ob eine Hornhauttransplantation durchgeführt wird. Diese Operation wird an vielen Kliniken erfolgreich durchgeführt. Nach der Transplantation hat man wieder eine klare Hornhaut und die Voraussetzung für eine optimale Sehschärfe. Häufig unterscheiden sich aber die Korrekturwerte beider Augen so, dass auch weiterhin eine Kontaktlinse notwendig ist. Auch in diesem Fall muss in der Regel eine spezielle Kontaktlinse angepasst werden, welche nur von einem erfahrenen Anpasser optimal erledigt werden kann.

Die Nosch Contactlinsen Anpasser haben langjährige Erfahrung in der Anpassung und Betreuung von Keratokonus und Transplantats-Patienten und bieten deshalb die Gewähr für best mögliche und langfristig optimale Versorgung.


Kontaktlinsen und Sport

Beim Sport spielt gutes Sehen eine ganz wichtige Rolle. Nur wer wirklich gut sieht, kann in den meisten Sportarten auch eine gute Leistung bringen, ganz egal ob Freizeit oder Leistungssportler. Umso mehr ist es erstaunlich, dass etwa 30% aller fehlsichtigen Freizeit- und Leistungssportler keine Sehhilfe, weder Brille noch Kontaktlinse beim Sport tragen.

Sehen beim Sport ist in mehrere Bereiche zu unterteilen, die je nach Sportart von unterschiedlicher Bedeutung sind.Statisches Sehen - das Erkennen fester Ziele.

Peripheres Sehen – die Wahrnehmung in den Randzonen des Blick-und Gesichtsfeldes.

Dynamisches Sehen – das Erkennen schnell bewegter Objekte.

Räumliches Sehen – die Entfernungseinschätzung der Objekte zueinander.

Zur Ausübung vieler Sportarten ist eine Brille absolut ungeeignet. Neben der Gesichtsfeld – einschränkung, dem unsicheren Halt der Brille, ist auch die Verletzungsgefahr für den Sportler selbst, aber auch für den Partner viel zu groß.

Je nach Sportart sind weiche als auch formstabile Kontaktlinsen für die Sportausübung bestens geeignet und bewährt.

Bei schwacher bis mittlerer Kurzsichtigkeit ist die Nachtlinsen ( Ortho.-K), eine hervorragende Möglichkeit, jede Sportart betreiben zu können. Es gibt kein Verrutschen, kein
Herausfallen, kein Staub unter der Linse, also keinerlei Störung, alles ist so, als sei man rechtsichtig und braucht deshalb auch keinerlei Korrektur.

Über alle Möglichkeiten und Zusammenhänge zwischen Sport und Kontaktlinsen kennen sich die Nosch Contactlinsen -Spezialisten bestens aus. Sie beraten sie perfekt, welche Linsenart zu ihrem Sport in Verbindung mit ihrer Fehlsichtigkeit am besten passt.